Archiv für das Tag 'Qualitätsfaktor verbessern'

Was genau ist eigentlich dieser Qualitätsfaktor? – Teil 3: Maßnahmen zur Verbesserung

Robin Heintze 18. August 2009

Im 3. Teil der Serie geht es um die Maßnahmen zur Verbesserung des Qualitätsfaktors. Wie im ersten Teil beschrieben, setzt sich der QF aus mehren Faktoren zusammen, wobei die CTR den größten Einfluss hat. Aus diesem Grund, sollten Sie hier als erstes ansetzen.

Grundsätzlich ist eine hohe CTR gut und wichtig, jedoch sollte diese nicht bedenkenlos nach oben getrieben werden. Denn nur, wenn auch die Conversionrate stimmt, ist die hohe CTR sinnvoll. Sorgen Sie daher auf jeden Fall dafür, dass auch die optimierte, klickstarke Anzeige zu der Laningpage passt und keine falschen Erwartungen weckt. Tipps für bessere Anzeigen gibt’s u. a. hier.

Aber auch die Landingpage ist für einen guten Qualitätsfaktor wichtig. Aus diesem Grund sollte diese entsprechend der Wünsche von Google gestaltet sein und somit zum Keyword passen, eine gut crawlbare Struktur aufweisen und eine über eine kurze Ladezeit verfügen.

Eine sehr effektive Methode, mit der der Qualitätsfaktor für einzelne Keywords ohne eine Veränderung der Anzeige oder Landingpage verbessert werden kann, ist die Nutzung des „burn in effect“. Sie erhöhen für ein Keyword, bei dem Sie eine gute Conversionrate haben, der Qualitätsfaktor aber nicht optimal ist, den max. Preis pro Click. Google wird Ihre Anzeige bei diesem Keyword darauf hin auf einer höheren Position anzeigen. Das hat zur Folge, dass die CTR aufgrund der besseren Position ansteigt. Nach einer gewissen Zeit wird dann auch Ihr QF aufgrund der höheren CTR besser werden. Sobald dieser Effekt eingetroffen ist, können Sie den Preis pro Click wieder senken, ohne dass Sie Ihre bessere Position verlieren, da Ihr QF gestiegen ist. Oder Sie kehren zurück auf Ihre alte Anzeigenposition, müssen für diese aber weniger bezahlen.

Aber Achtung: Nutzen Sie den burn in effect nur bei Kampagnen, die von der Conversion-Rate her ok sind und achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Geld verbrennen. Die Maßnahme soll in kurzer Zeit einen positiven Effekt bringen und soll langfristig Ihre Kosten drastisch senken. Halten Sie daher die Kampagne gut im Blick.

Was genau ist eigentlich dieser Qualitätsfaktor? - Teil 2: Wofür brauche ich einen guten Qualitätsfaktor

Robin Heintze 27. Juli 2009

Im ersten Teil habe ich versucht, die Zusammensetzung und den Sinn des Qualitätsfaktor im Google AdWords Account zu erläutern. Warum man als Anwender aber den Qualitätsfaktor ernst nehmen sollte und wie sich dadurch bares Geld sparen lässt, beschreibe ich in diesem Post.

Ein guter Qualitätsfaktor ermöglicht es, dass meine Anzeigen weiter oben angezeigt werden, ohne dass ich mehr bezahlen muss, als meine Mitbewerber, bzw. ich bei einer Verbesserung des QF die gleiche Anzeigenposition habe, dafür aber weniger bezahle. Bei gleicher Conversionrate und Conversion-Anzahl können so die Kosten je Conversion erheblich gesenkt werden.

Banales Rechenexempel, das jeden Marketing-Verantwortlichen in Extase bringt:

Qualitätsfaktor: 7 von 10
CPC aktuell: 10 Cent
Anzahl Clicks pro Monat: 500.000
Kosten pro Monat: 50.000 Euro
Conversionrate: 1%
Anzahl Conversions: 5.000
Preis pro Conversion: 10 Euro

Qualitätsfaktor: 10 von 10
CPC neu: 8 Cent
Anzahl Clicks pro Monat: 500.000
Kosten pro Monat: 40.000 Euro
Conversionrate: 1%
Anzahl Conversions: 5.000
Preis pro Conversion: 8 Euro

= Monatliche Ersparnis: 10.000 Euro, bzw. 20% bei gleichem Umsatz

Neben der direkten Ersparnis durch geringe Klickpreise ist auch langfristig eine Verbesserung des QF wichtig. Denn Google beurteilt nicht nur den Qualitätsfaktor auf Keyword-Ebene, sondern auch die der Anzeigengruppe, Kampagne und des gesamten Accounts. Finden sich in einer Anzeigengruppe viele Keywords mit schlechtem QF, wird diese Gruppe in ihrer Wertigkeit abgestuft, worunter auch der Qualitätsfaktor von andern Keywords leiden kann. Daher sollten Sie Ihr Augenmerk auch darauf richten, dass alle Keywords innerhalb einer Anzeigengruppe einen guten Qualitätsfaktor haben. Denn nur so holen Sie den optimalen ROI aus Ihrer Kampagne.

Welche Maßnahmen am schnellsten und zuverlässigsten zur Verbesserung des QF beitragen, folgt im nächsten Teil der Serie.

Was genau ist eigentlich dieser Qualitätsfaktor? – Teil 1

Robin Heintze 22. Juli 2009

Kurz gesagt kann man den Qualitätsfaktor als das Bindeglied zwischen Erfolg und Misserfolg einer AdWords-Kampagne beschreiben. Ein hoher Qualitätsfaktor ist zwar alles andere als ein Beleg für eine gute Kampagne, aber ohne einen hohen Qualitätsfaktor werden Sie niemals den maximalen ROI erreichen und somit Google unnötig Geld überweisen. Und da sicherlich keiner von uns dem armen Suchgiganten aus dem Silicon Valley unnötig viel Geld überlassen möchte, widme ich mich in dieser kleinen Serie den wichtigsten Punkten des AdWords Qualitätsfaktors.

Im ersten Schritt geht es um das genaue Verständnis, wie Google des QF (oder QS von quality score) berechnet. Wen das jetzt langweilt, weil er es schon 20 x gehört hat, den bitte ich um etwas Geduld, der nächste Teil der Serie kommt so schnell wie möglich. Für alle anderen sei gesagt, Ihr seid nicht alleine. Werft mal einen Blick z. B. in das Abakus-Forum. Auch hier wird diese Frage immer wieder gestellt und auch regelmäßig falsch beantwortet. Zu den großen Fragen gehört dabei immer, was genau der QF ist, wie er berechnet wird und was alles in seine Berechnung mit einfließt.

Kurze Erklärung: Google nutzt den Qualitätsfaktor zur Beurteilung der Relevanz einer Anzeige und auch der Landingpage. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Zeit, als die Anzeige bei Google oben stand, die am meisten geboten hat? Die Zeiten sind leider/zum Glück vorbei (wie man möchte). Da Google zwar nicht böse sein will, aber dennoch börsennotiert ist (ein Schelm, wer einen Widerspruch darin sieht), optimiert es Anzeigen nach seinem Umsatz. Da das nicht ganz so hübsch klingt und der Ethikkommission von Google sauer aufstößt, wird der Deckmantel des Nutzerurteils verwendet. Somit wird angenommen, das Anzeigen, die für den Nutzer die höchste Relevanz besitzen, auch am häufigsten geklickt werden (wisdom of crowds).

Anzeigen, die eine hohe Klickrate aufweisen, werden also bevorzugt. Eine hohe Klickrate hat erstaunlicherweise natürlich auch mehr Umsatz für Google zur Folge, da ja pro Klick abgerechnet wird. Aber auch weitere Faktoren beeinflussen die Relevanzbeurteilung:

  • Das bisherige Kontoprotokoll des Kontos
  • die bisherige CTR der angezeigten URLs in der Anzeigengruppe
  • die Landingpage (Content, Ladezeit etc.)
  • die Anzeigenrelevanz zum Keyword und der Suchanfrage
  • die regionale Kontoleistung
  • weitere nicht näher beschrieben Faktoren

Die Berechnung des QF für das Content-Netzwerk erfolgt mit ähnlichen Faktoren.

Eine schön visualisierte Erklärung des QFs liefert in diesem Video im Telekoleg-Stil Hal Varian von Google.

Hier zeigt er deutlich, dass der Fokus bei der Verbesserung des Qualitätsfaktors auf der CTR liegen sollte. Eher unterstützend für diese These ist auch folgendes Zitat eines Google Ingenieurs:

“There are over 100 factors that can affect quality score. However, not all will be triggered depending on the conditions involved.” (gefunden bei Jon von den Searchcowboys)

Wir können getrost davon ausgehen, dass abgesehen von den o. g. alle weiteren Faktoren ignoriert werden können.

Schon ein paar Tage alt, aber im Großen und Ganzen noch immer aktuell ist auch dieser Artikel u. a. zur Zusammensetzung des QF von AdWords-Legende Brad Geddes: Google AdWords Quality Score Factors Demystified

Im nächsten Teil der Serie versuche ich Ihnen etwas genauer aufzuzeigen, warum der Qualitätsfaktor so wichtig für Ihre Kampagnen ist.

Qualitätsfaktor mit 5 SEO-Regeln verbessern

Sascha Klapetz 13. Juli 2009

Der Qualitätsfaktor in Google AdWords bestimmt, wie hoch Ihr Mindestgebot für eine Einblendung Ihrer Anzeige in der Google-Suche und im Such-Werbenetzwerk ist. Ein sehr guter Qualitätsfaktor hat demnach niedrige Mindestgebote zur Folge und legt damit den Grundstein für eine erfolgreiche Kampagne.

Doch was hat SEO mit dem Qualitätsfaktor zu tun? Und wie können Sie den Qualitätsfaktor mit SEO verbessern? SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization, zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung genannt, und beschäftigt sich mit der Anzeige der normalen Suchergebnisse in Suchmaschinen. Also nicht mit Anzeigen in Suchmaschinen! Daher hat SEO erst mal nichts mit Google AdWords oder gar dem Qualitätsfaktor zu tun.

Aber: Google selbst nennt grobe Kriterien, nach denen der Qualitätsfaktor ermittelt wird. Unter diesen Kriterien befindet sich die Qualität der Zielseite bzw. Landingpage. Schaut man sich die Google AdWords-Richtlinien genauer an, heißt es dazu, dass unter anderem die Relevanz der Landigpage zum Keyword eine entscheidende Rolle spielt. Das bedeutet: Sie müssen Ihre Landingpage auf die Keywords Ihrer Kampagne hin optimieren. Und genau hier ist die Schnittstelle zu SEO. Denn SEO hat Regeln wo und wie oft Sie die Keywords auf Ihrer Landingpage positionieren müssen, damit Google eine hohe Relevanz von der Landingpage zum Keyword feststellt.

Um es klar und deutlich zu sagen: Sie verschenken Potenzial, wenn Sie einfach irgendwo Keywords auf Ihrer Landingpage unterbringen. Wichtig ist, wo und wie oft!

Folgend die 5 wichtigsten SEO-Regeln zur Verbesserung des Qualitätsfaktors in Google AdWords:

  1. Bringen Sie im Title-Tag (<title>…</title>) im nicht sichtbaren HTML-Code Ihrer Landingpage unbedingt 1-2 Ihrer wichtigsten Keywords unter, und das möglichst weit vorne.
  2. Verwenden Sie das Description-Tag im nicht sichtbaren HMTL-Code Ihrer Landingpage, um darin ebenfalls 2-3 Keywords Ihrer Kampagne zu positionieren.
  3. Wenn Sie Überschriften verwenden und darin Keywords enthalten sind - was Sie unbedingt tun sollten - dann mit den richtigen HTML-Tags zur Auszeichnung von Überschriften (<H1>…</H1>,<H2>…</H2>,…). Der größte Fehler ist, diese HTML-Tags nicht oder an falschen Stellen (da wo keine Keywords sind) zu verwenden, da Google sonst die Relevanz Ihrer Landingpage falsch interpretiert.
  4. Keywords sollten auch im ganz normalen Fließtext (<p>…</p>) Ihrer Landingpage auftauchen, und da möglichst gut verteilt und nicht nur im ersten Absatz. Aber bitte bedenken Sie: Weniger ist oft mehr! Die krampfhafte Verwendung von Keywords in Ihre Landingpage mindert den Lesefluss und kann daher die Conversion Ihrer Landingpage verschlechtern.
  5. Positionieren Sie Keywords auch in der URL Ihrer Landingpage.

Wenn Sie diese Regeln bei der Erstellung Ihrer Landingpages für Google AdWords beherzigen, sollte das einen positiven Einfluss auf den Qualitätsfaktor Ihrer Kampagnen haben. Zudem haben Sie gleich ein wenig über SEO gelernt.