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Keywordrecherche: Fragen Sie Ihr Netzwerk

Robin Heintze 18. Januar 2010

Habe mir gerade Gedanken darüber gemacht, wie man außerhalb der übliche Keyword-Tools an Ideen kommt, um die passenden Keywords zu finden. Denn bei vielen SEM- und SEO-Projekten sind die Keywords, die einem die Tools ausspucken nicht unbedingt die wertvollsten. Häufig ist ein fundiertes Wissen um das Produkt notwendig, um auch die wichtigsten Begriffe zu finden.

Meine Gedanken und Ideen dazu habe ich hier kurz zusammengefasst.

Starten Sie mit diesen 5 PPC-Tipps erfolgreich in 2010

Robin Heintze 18. Januar 2010

Das Jahr 2010 ist noch frisch und jung, da kommen diese 5 PPC-Tipps für ein erfolgreiches Jahr sicherlich sehr gelegen:

Mit den folgenden PPC-Tipps wird das Jahr 2010 für Sie erfolgreich:

  1. Die Keywordrecherche steht über allem
    Wenn Sie eine PPC-Kampagne starten, sollte Sie so viele Keywords und Themenfelder wie möglich finden. Führen Sie intensive Recherchen zu dem Produkt, dem Markt und auch den Wettbewerbsteilnehmern durch.
  2. Testen Sie immer mehr als eine Anzeige
    Starten Sie Ihre Kampagne niemals mit nur einem Anzeigentext. Denn sonst fehlen Ihnen die Vergleichsmöglichkeiten zur Optimierung. Selbst kleinere Änderungen im Titel, können schon signifikante Verbesserungen der Click-Through-Rate oder auch der Konversionsrate ermöglichen.
  3. Ziele: Immer spezielle
    Setzen Sie sich nicht als Ziel, alles zu verbessern. Das führt nur zu Stress und Frustration. Viel effektiver ist es, sich auf speziellere Ziele zu konzentrieren. Ein Beispiel wäre die Verbesserung der CTR um 3%.
  4. Analyse und Optimierung als Daueraufgabe
    Eine nachhaltige Optimierung beruht auf konstanter Beobachtung und Angleichung. Ruhen Sie sich nicht auf bereits erreichten Zielen aus. Analysieren Sie fortlaufend Ihre Keywords, Anzeigentexte und Landingpages.
  5. Bilden Sie sich weiter
    Informieren Sie sich regelmäßig über neue Entwicklungen und lesen Sie die Blogs der Suchmaschinen und besonders die, der anerkannten SEM/SEO-Experten. Bleiben Sie so auf dem Laufenden über SEM und SEO.

Keyword-Gruppierung: So gehen Sie vor

Robin Heintze 27. Dezember 2009

In dem letzten Artikel über die Gruppierung von Keywords habe ich auf die Problematik der Zuordnung hingewiessen. Als ich mir den Beitrag gerade noch einmal durchgelesen habe, ist mir aufgefallen, dass das ja nur die halbe Miete war. Denn meine Empfehlung, wie Sie praktisch bei der Gruppierung der Keywords vorgehen sollten, habe ich Ihnen dabei vorenthalten.

Dazu habe ich gerade PowerPoint-Folien von einem Seminar, das ich vor ein paar Monaten bei einem Kunden durchgeführt habe, rausgekramt. In diesem Seminar war u. a. die Auswahl und Gruppierung von Keywords das Thema. Dabei habe ich den Teilnehmern folgende Schritte empfohlen: Den ganzen Beitrag lesen »

Never change a winning team: Keywords umziehen oder besser nicht?

Robin Heintze 28. Oktober 2009

Letzte Woche war ich bei einer Kundin die mich darum gebeten hatte, einen Blick in Ihren AdWords Account zu werfen um ihr Tipps zur Verbesserung der Performance zu geben. Der Account an sich hat zwar reichlich Klicks und Conversions generiert, häufig waren allerdings die Kosten pro Conversion viel zu hoch. Ihre Idee war, die rentablen Keywords in separate Anzeigengruppen umzuziehen, damit sie dort die guten bündeln kann und die teureren weiter in den bestehenden Kampagnen bearbeitet. Dabei kam ihr aber die Frage, ob die historischen Daten der Keywords gelöscht werden, wenn diese umziehen.

Zum Teil ist das in der Tat der Fall. Da Google den Qualitätsfaktor im Prinzip bei jeder Suchanfrage neu berechnet, werden diese Daten nicht mit in die neue Anzeigengruppe übernommen. Der einzige Wert, der übertragen wird, ist die Klickrate. Aber da die CTR die wichtigste Einflussgröße auf den Qualitätsfaktor ist, ist es für den Umzug auch entscheidend, ob sie erhalten bleibt. Sofern die Anzeige nicht geändert wird, sollte also auch nach einem Umzug der Qualitätsfaktor schnell bei dem gleichen Wert wie vorher sein. Eine gewisse Übergangsphase muss hierbei aber einkalkuliert werden.

Viel wichtiger aber als die Frage, was passiert mit den historischen Daten ist die Frage nach dem Sinn bzw. der Vorgehensweise bei so einem Umzug. Ganz klar: Ich bin ein Freund davon, schlechte Keywords von guten zu separieren. Gerne vergleiche ich das mit Schulen, wo die auffälligen, langsameren Schüler einzeln oder in Kleingruppen gesondert gefördert werden. So können Sie besser schwierigen Stoff erarbeiten, da Sie mehr Aufmerksamkeit erhalten und der Unterricht an Ihre Bedürfnisse angepasst werden kann.

Genau so gehe ich auch bei der Separierung von Keywords vor. Hier bekommen problematische Keywords, bei denen ich zu viel pro Klick bezahlen muss, eine eigene Anzeigengruppe. Allerdings nur, wenn das Keyword gut passt und das Suchvolumen entsprechen reizvoll ist. Da kann ich dann sehr gut mit passenderen Anzeigentexten und evtl. neuen Einstiegen auf der Landingpage die CTR und Conversionrate hochschrauben, wodurch mein Qualitätsfaktor steigt und meine Kosten pro Conversion sinken. Ich mache mir also einfach den Burn In Effekt zu Nutze. Nach einer gewissen Zeit der Einzelförderung sind diese Pflegefälle dank ihres großen Suchvolumens häufig zu meinen Top-Keywords geworden.

Sie sehen, worauf ich hinaus will, die Überschrift deutet es ja auch an: Nicht die guten separieren, lieber die “schlechten”. Wenn es aus struktureller Sicht nicht möglich ist, die guten in ihrer alten Anzeigengruppe oder Kampagne zu belassen, dann sollten Sie diese wenigstens nur pausieren, nicht löschen. So haben Sie immer noch die Möglichkeit, sie wieder zu aktivieren wenn sie in der neuen Umgebung floppen sollten.

Der Umzug eines rentablen Keywords soll aber die Ausnahme bleiben. Never Change a winning team.

Neues AdWords Feature: spreadsheet editing

Robin Heintze 10. Juli 2009

Gerade im Inside AdWords Blog gelesen: Google bietet in der neuen AdWords Oberfläche jetzt die Möglichkeit, direkt Massenänderungen mit Hilfe von Google Docs zu machen.

Bisher war es immer der Download der gesamten Daten notwendig, um diese dann in Excel o. ä. zu bearbeiten und anschließend wieder hochzuladen. Mit der neuen Änderung besteht die Möglichkeit, in der Keyword-Ansicht innerhalb einer Anzeigengruppe unter Weitere Aktionen >> Tabelle bearbeiten, die Daten dirket zu ändern.

Meiner Meinung nach eine sehr gute, aber auch dringend notwendige Erweiterung.

So schreiben Sie erfolgreiche Headlines (to be continued)

Robin Heintze 8. Juli 2009

Mailingtexter (wie z. B. die AdWords Days Speaker Oliver Leismann und Günter Stein) wissen es schon seit den Zeiten des alten Ogilvys: Der Erfolg eines Werbebriefs steht und fällt mit der Headline. Nicht, dass alles andere unwichtig ist. Aber ohne die richtige Headline geht direkt am Anfang den Großteil der Leser verloren. Aus diesem Grund sollte der Headline sowohl in der AdWords-Anzeige, als auch auf der Landingpage große Aufmerksamkeit zuteil werden.

Die Headline in der Anzeige muss dabei das Ziel haben, den User zum klicken zu animieren. Aber auch nur, wenn das Angebot zu seiner Suche passt. Denn viele Klicks zu generieren ist keine Herausforderung. Viele gute Klicks sind gefragt.

Wie schaffen Sie das? Als erstes setze ich voraus, dass die Keywords in Ihren Anzeigengruppen gut gewählt sind, zu Ihrem Produkt passen und die Anzahl der Keywords in der Anzeigengruppe sinnvoll ist. Dieser Punkt ist wichtig, denn wenn die Anzeigengruppe zu breit gewählt und mit heterogenen Keywords überschwemmt ist, schaffen Sie niemals die perfekte Anzeige.

Betrachten Sie nun die Keywords innerhalb einer Anzeigengruppe. Warum gibt der User diese in das Google-Fenster ein? Sucht er eine Information, ein Produkt oder eine spezielle Website? Keine Ahnung? Dann geben Sie das Keyword in Google ein und schauen, was der Algorithmus als Suchziel vermutet. Noch immer keine Ahnung? Überdenken Sie das Keyword.

Sie wissen es? Wunderbar. Bietet Ihr Produkt das, was der Nutzer sucht? Natürlich, denn im anderen Falle, siehe vier Sätze weiter vorne. Jetzt geht es darum, die erste der zwei Headlines zu gestalten. Dazu ist es wichtig, sich die notwendige Zeit zu nehmen, denn Sie haben viel vor:

  1. Die Konkurrenz ist groß. Ihre größten Konkurrenten lauern in den organischen Suchergebnissen, denn diese erhalten gewöhnlich die Aufmerksamkeit. Das müssen Sie durch eine Anzeige erreichen, die mehr Aufmerksamkeit erregt.
    Aufmerksamkeits-Turbo:

    • Fragen
    • Neu
    • Gratis
    • Jetzt
    • Zahlen (z. B. “23% mehr Umsatz” oder “7 Kilo in 12 Stunden”)
    • und natürlich das Keyword

    Aber nur, wenn es zu Ihrem Produkt passt.

  2. Geben Sie die Antwort auf die Frage des Lesers. Stellen Sie sich dazu vor, dass der Leser nicht nur ein Keyword wie z. B. „Reiseführer Paris“ eingegeben hat, sondern eine ganze Frage dazu. „Wo finde ich einen günstigen/umfassenden/kulturell anspruchsvollen Reiseführer von Paris?“. Beantworten Sie ihm diese Frage, bzw. deuten Sie an, dass er, wenn er klickt, die Antwort auf seine Frage erhält. Bieten Sie Nutzen. Schließlich will er nicht einen Reiseführer suchen, sondern diesen Kaufen. Der Weg ist nicht immer das Ziel.
  3. Bereiten Sie ihn auf die Landingpage vor. Sorgen Sie mit Ihrer Headline nicht nur dafür, dass Ihre Anzeige die beste Antwort auf seine Frage vermuten lässt. Sie muss auch ein Vorgeschmack auf die Landingpage sein. Denn hier soll direkt sein Bedürfnis befriedigt werden. Nur so schaffen Sie auch einen wirklichen Nutzen und haben nicht schon wieder Google unnötige Klick-Cents in den Rachen geworfen.

Und das tollste an AdWords ist, dass Sie problemlos Headlines testen können. Machen Sie davon Gebrauch und optimieren Sie sich zu Tode. Es lohnt sich.

Bis morgen habe ich dann auch sicher den 2. Teil zu Headlines fertig. Dann geht es um die Headline auf der Landingpage. Ich bitte um etwas Geduld.

Anzahl der Keywords pro Anzeigengruppe

Robin Heintze 18. Juni 2009

„Viel bringt viel!“ Diesen Satz hat wohl jeder von uns schon in einer absolut unpassenden Situation zu hören bekommen. Ich persönlich verbinde ihn mit einem Fußballtrainer aus meiner Jugend. Vermutlich war ich ca. 12 Jahre alt und unsere halbwegs begabte Mannschaft hatte einen Coach „der alten Schule“. Helmut, von uns eigentlich nur „Trainer“ genannt, war der festen Überzeugung, dass es eine gute Idee ist, 12-jährigen Jungs den Spaß am Fußball durch extensive Waldläufe zu verderben. Und falls jemand doch daran Gefallen fand, wusste Helmut auch dagegen ein Mittel. Situps und Liegestütze. Denn viel bringt ja bekanntlich viel.

Die heutige Trainingslehre ist da ein Schritt weiter. Die Arbeit mit dem Ball und die Verbesserung einzelner Fähigkeiten im spielerischen Umgang bringt gute Fußballer hervor.
Warum ich den Schwank aus meiner Kindheit in einem AdWords-Blog erzähle? Natürlich weil ein Gleichnis Dinge so schön veranschaulicht (die Idee mit dem Gleichnis stammt übrigens nicht von mir).

Denn ich habe das Gefühl, dass Helmut inzwischen die Branche gewechselt hat und sich etwas als AdWords-Berater dazu verdient. Vorgestern bat mich ein Geschäftsfreund, doch mal einen Blick auf seine AdWords-Kampagne zu werfen, da er damit nicht so richtig vorwärts kommt. Den Gefallen habe ich ihm gerne getan und musste sofort an Helmut denken. Ich fand ca. 30 Anzeigengruppen mit tausenden von Keywords in sämtlichen denkbaren Kombinationen und in jedem Match-Type. Die Kampagne lief mit regelmäßigen Anpassungen der Gebote und auch ein paar Anzeigen und Landingpage-Tests so schon seit gut 6 Monaten. Einige der Keywords wiesen auch recht gute Ergebnisse aus, aber der Großteil war über den gesamten Zeitraum nur sporadisch mit Impressions, Klicks und Conversions bedacht worden.

Mein Geschäftsfreund begründete dieses Vorgehen damit, dass er gehört habe, man solle so viele Keywords wie möglich nutzen und dabei insbesondere den Longtail nicht vernachlässigen, da hier in der Masse quasi der Goldtopf am Ende des Regenbogens warte. Hab ich auch schon gehört. Mehrfach. Und ausprobiert habe ich es auch. Mehrfach. Aber der große Erfolg wollte sich nicht einstellen. Gerne lasse ich mich noch eines besseren belehren, aber meiner Meinung nach führt die Strategie, wenn man sie so wie im Beispiel aufsetzt und einfach laufen lässt, zu einem gigantischen Keyword-Friedhof.

Zu viele Keywords machen nach meiner Erfahrung die Kampagnen unübersichtlich und schwierig zu steuern. Im ersten Schritt mag es noch OK sein, wenn möglichst viele Keywords in eine Anzeigengruppe gepackt werden. Aber sehr schnell müssen dann die Rosinen rausgepickt werden. Die, bei denen auch wirklich was passiert. Ich halte es für viel effizienter, eine kleine Anzahl von spezifischen Keywords pro Anzeigengruppe zu verwenden. Dort kann dann sehr genau gesteuert werden: Begonnen beim Bidmanagement, über den Anzeigentext bis hin zur optimierten Landingpage. Alles genau auf die Suchanfrage des Nutzers abgestimmt.

Schließlich gilt bei SEM-Maßnahmen wenigstens die 80/20-Regel: 20% der Keywords bringen 80% des Traffics und der Conversions. Häufig liegt das Verhältnis sogar noch höher bei über 90%. Dass diese Vorgehensweise nur bei spezifischen Kampagnen vom Aufwand her machbar und überschaubar ist, ist nachvollziehbar. Und natürlich verschwenden sie evtl. etwas Potential, wenn Sie wie ich es bei meinem Freund gemacht habe, einen Großteil der Keywords eliminieren. Aber Ihre Kampagne wird dadurch schlanker, überschaubarer und besser steuerbar. Und darum geht es doch in erster Linie.

Ich bin gespannt, wie sie sich jetzt weiter entwickelt. Meine Prognose: Impressions und Klicks werden geringfügig weniger, Conversions bleiben im ersten Schritt gleich und Kosten sinken leicht. Aber in Kürze werden die Kosten je Conversion sinken, die Anzahl der Conversions und auch der Quality-Score steigen und die Kampagne rentabler. Warum ich das glaube? Weil der Kampagnenmanager durch die neu gewonnene Übersicht mehr Freude an der Kampagne hat, intensiver an den wirklichen Stellschrauben arbeiten wird, mehr testet und dadurch erfolgreicher wird. Wie beim Fußballtraining.

Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Zusammenfassung für Eilige:

  • Kampagne gerne im ersten Schritt groß aufbauen
  • Aber: Weniger kann dann oft mehr sein
  • Reduzierung auf die wesentlichen Keywords
  • Kampagnen übersichtlich gestalten
  • Optimierung auf die wichtigen Keywords

Ziel: Gute Platzierung, hoher Quality-Score, niedrige Kosten, gleiche Conversions

Ein Keyword pro Landingpage VS. Mehrere Keywords pro Landingpage: FIGHT!

Sascha Klapetz 14. Juni 2009

Auf der amerikanischen Webseite Search Engine Guide hat der Artikel „How many search keywords can I target per page?“ von Mike Moran zu Kontroversen in den Kommentaren geführt. Mike ist auf dem Standpunkt, dass man eine Landingpage nur auf ein Keyword hin optimieren sollte. Damit teilt er Google AdWords-Nutzer in 2 Lager: Das 1-Keyword-pro-Landingpage-Lager und das Mehrere-Keywords-pro-Landingpage-Lager!

Ich zähle mich, so wie der Artikel von Mike gemeint ist, zum ersten Lager.

Es ist durchaus sicherer, wenn man nur auf ein Keyword seine Landingpage hin optimiert. Sicher meint, dass die Erfolgschancen der Kampagne größer sind. Mike räumt aber ein: Es gibt erfolgreiche AdWords-Kampagnen, bei denen Landingpages auf mehrere Keywords hin optimiert sind. Das ist aber deutlich schwieriger als die 1. Variante. Daher meine Empfehlung an Sie: legen Sie für Ihre Traffic-starken Keywords eigene Landingpages an, welche speziell auf ein Keyword hin optimiert sind!

Das bedeutet übrigens nicht, dass Sie pro Anzeigengruppe wirklich nur ein Keyword verwenden dürfen. Mit „ein Keyword“ ist gemeint, das alle Keywords der Anzeigengruppe 1 oder mehrere identische Wörter beinhalten. Z.B.:

  • „Bier“
  • [Bier]
  • Bier trinken
  • „Bier kühlen“