Keyword-Gruppierung: So gehen Sie vor
Robin Heintze 27. Dezember 2009
In dem letzten Artikel über die Gruppierung von Keywords habe ich auf die Problematik der Zuordnung hingewiessen. Als ich mir den Beitrag gerade noch einmal durchgelesen habe, ist mir aufgefallen, dass das ja nur die halbe Miete war. Denn meine Empfehlung, wie Sie praktisch bei der Gruppierung der Keywords vorgehen sollten, habe ich Ihnen dabei vorenthalten.
Dazu habe ich gerade PowerPoint-Folien von einem Seminar, das ich vor ein paar Monaten bei einem Kunden durchgeführt habe, rausgekramt. In diesem Seminar war u. a. die Auswahl und Gruppierung von Keywords das Thema. Dabei habe ich den Teilnehmern folgende Schritte empfohlen:
- Keyword-Recherche:
- Kategorien bilden:
- Unterkategorien bilden:
- Untergliedern der Untergruppen:
Sammeln Sie alles, was Ihnen einfällt zu dem Thema inkl. Synonymen und auch abwegigen Assoziationen. Nutzen Sie dazu neben Tools auch Methoden wie Mindmaping o. ä. Viele Keyword-Ideen machen zwar auch viel Arbeit bei der Beurteilung, Auswahl und Gruppierung. Ihnen entgehen aber wahre Schätze, wenn Sie bei der Recherche schlampig arbeiten.
Neben diesen Quellen sollten Sie auch Ressourcen wie Daten aus Ihrer Web-Analytics Software und da inbesondere die Suchanfragen der Surfer nutzen. Denn hier verstecken sich häufig echte Perlen.
Im nächsten Schritt sollten Sie das Keyword-Material kategoriesieren. Als Grundlage hierfür sollten Ihre Angebote oder Produktkategorien dienen. Denn diese entscheiden in den meisten Fällen auch über die Landingpages, die den Anzeigengruppen zugeordnet werden.
Bei einem Autozubehör-Händler könnten Kategorien z. B. Reifen, Felgen, Scheibenwischer usw. sein.
Anhand des Autozubehör-Beispiels können Sie leicht sehen, dass die Kategorien zwar sinnvoll sind, für eine Zuorndung von Keywords und gezielte Optimierung viel zu breit. Aus diesem Grund sollten Sie hier beginnen, Unterkategorien zu bilden, die das Produkt/Ziel deutlich schärfer eingrenzen. Bleiben wir in dem Autozuliefer Beispiel:
Kategorie: Reifen
Unterkategorien:Sommerreifen, Winterreifen, Regenreifen usw.
Sie sehen, die Interessen der Nutzer, die diese Keywords verwenden sind sehr unterschiedlich. Und somit sollten Sie diese Interessen auch separat behandeln.
Auf dieser Ebene clustern Sie die Keywords je Anzeigengruppe so fein, dass diese äußerst homogen sind. Dazu eignen sich besonders gut Zustäze aus dem Kaufentscheidungsprozess und Marken:
Kategorie: Reifen
Unterkategorie: Winterreifen
Anzeigengruppen: Winterreifen Testergebnisse, Winterreifen kaufen, Winterreifen Preisvergleich, Winterreifen Pirelli usw.
Dieser Schritt macht nur Sinn, wenn Sie über das notwendige Such- und Klickvolumen verfügen, das Sie sonst mehr Aufwand als Nutzen haben.
Während dem Seminar kam die Frage auf, ob diese detailierte Clusterung nur Sinn macht, wenn zu jeder homogenen Keyword-Gruppierung auch eine spezielle Landingpage vorliegt. Einige Teilnehmer waren der Meinung, dass wenn dies nicht der Fall ist, man sich unnötige Arbeit macht, da ja eh alle auf der gleichen Landingpage ankommen. Sie schlugen vor, alle Keywords einer Landingpage zuzuordnen, und in eine Anzeigengruppe zu stecken.
Das Problem mit dem Anzeigentext sollte über Keyword-Insertion gelöst werden.
Generell ist dies ein gangbarer Weg und erleichtert die Arbeit ungemein. Amazon, Ebay und Co. greifen darauf ja gerne und kurios zurück.
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Sofern Ihr Portfolio aber überschaubarer ist als das der Riesen, empfehle ich immer die Segmentierung in so kleine Gruppen wie möglich und die individuelle Anpassung der Anzeigentexte an die Keywords. Denn nur so können Sie eine gute Klickrate und optimale Conversion-Rate erzielen.
- Anzeigentexte , Kampagnenverwaltung , Keywords , Landingpage
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