Monatsarchiv für Oktober 2009

Never change a winning team: Keywords umziehen oder besser nicht?

Robin Heintze 28. Oktober 2009

Letzte Woche war ich bei einer Kundin die mich darum gebeten hatte, einen Blick in Ihren AdWords Account zu werfen um ihr Tipps zur Verbesserung der Performance zu geben. Der Account an sich hat zwar reichlich Klicks und Conversions generiert, häufig waren allerdings die Kosten pro Conversion viel zu hoch. Ihre Idee war, die rentablen Keywords in separate Anzeigengruppen umzuziehen, damit sie dort die guten bündeln kann und die teureren weiter in den bestehenden Kampagnen bearbeitet. Dabei kam ihr aber die Frage, ob die historischen Daten der Keywords gelöscht werden, wenn diese umziehen.

Zum Teil ist das in der Tat der Fall. Da Google den Qualitätsfaktor im Prinzip bei jeder Suchanfrage neu berechnet, werden diese Daten nicht mit in die neue Anzeigengruppe übernommen. Der einzige Wert, der übertragen wird, ist die Klickrate. Aber da die CTR die wichtigste Einflussgröße auf den Qualitätsfaktor ist, ist es für den Umzug auch entscheidend, ob sie erhalten bleibt. Sofern die Anzeige nicht geändert wird, sollte also auch nach einem Umzug der Qualitätsfaktor schnell bei dem gleichen Wert wie vorher sein. Eine gewisse Übergangsphase muss hierbei aber einkalkuliert werden.

Viel wichtiger aber als die Frage, was passiert mit den historischen Daten ist die Frage nach dem Sinn bzw. der Vorgehensweise bei so einem Umzug. Ganz klar: Ich bin ein Freund davon, schlechte Keywords von guten zu separieren. Gerne vergleiche ich das mit Schulen, wo die auffälligen, langsameren Schüler einzeln oder in Kleingruppen gesondert gefördert werden. So können Sie besser schwierigen Stoff erarbeiten, da Sie mehr Aufmerksamkeit erhalten und der Unterricht an Ihre Bedürfnisse angepasst werden kann.

Genau so gehe ich auch bei der Separierung von Keywords vor. Hier bekommen problematische Keywords, bei denen ich zu viel pro Klick bezahlen muss, eine eigene Anzeigengruppe. Allerdings nur, wenn das Keyword gut passt und das Suchvolumen entsprechen reizvoll ist. Da kann ich dann sehr gut mit passenderen Anzeigentexten und evtl. neuen Einstiegen auf der Landingpage die CTR und Conversionrate hochschrauben, wodurch mein Qualitätsfaktor steigt und meine Kosten pro Conversion sinken. Ich mache mir also einfach den Burn In Effekt zu Nutze. Nach einer gewissen Zeit der Einzelförderung sind diese Pflegefälle dank ihres großen Suchvolumens häufig zu meinen Top-Keywords geworden.

Sie sehen, worauf ich hinaus will, die Überschrift deutet es ja auch an: Nicht die guten separieren, lieber die “schlechten”. Wenn es aus struktureller Sicht nicht möglich ist, die guten in ihrer alten Anzeigengruppe oder Kampagne zu belassen, dann sollten Sie diese wenigstens nur pausieren, nicht löschen. So haben Sie immer noch die Möglichkeit, sie wieder zu aktivieren wenn sie in der neuen Umgebung floppen sollten.

Der Umzug eines rentablen Keywords soll aber die Ausnahme bleiben. Never Change a winning team.

Google mit Rekordgewinn

Robin Heintze 16. Oktober 2009

Google hat heute die Börsenanalysten verblüfft und im dritten Quartal 2009 ein Rekordergebnis hingelegt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7% auf 5,94 Mrd. $. Damit konnte Google zum ersten Mal seit Beginn der Rezession einen Umsatzzuwachs verbuchen. Die Hauptumsatzquelle bleiben für Google die eigenen Seiten, wobei natürlich in erster Linie die Suchmaschine zu nennen ist. 3,96 Mrd. $ (67% der Gesamteinnahmen) betrugen die Erlöse über eigene Seiten. Über die Suchpartner generierte Google immerhin noch 1,8 Mrd. $. Interessant ist aus unserer Sicht auch immer die Abhängigkeit Googles von allen ausländischen Märkten. Denn 53% des Umsatzes sammelt Google außerhalb der USA ein. Wichtigster ausländischer Markt bleibt damit UK. Der Umsatz dort betrug im 3. Quartal 765 Mio. $.

Neben dem Umsatz dürfte insbesondere der Gewinn die Aktionäre erfreut haben. Dieser stieg um satte 27% auf 1,64 Mrd. Dollar. Der Google-Aktie bescherten diese Zahlen kräftige Zuwächse an der Börse.

Was bedeuten diese Zahlen für Sie als Google-Kunden? Sofern Sie nicht Aktionär sind in erster Linie nichts Gutes. Denn die Tendenz bleibt eindeutig: Google AdWords gewinnt insbesondere in der Wirtschaftskrise weiter an Bedeutung. Denn was Sie schon lange wissen, wird zunehmend auch anderen Werbenden bewusst: Mit AdWords lassen sich wunderbar die Werbeausgaben steuern und kontrollieren. Die Folge wird wohl sein, dass es immer enger wird auf den ersten Plätzen.

Daher sollten Sie weiter wachsam sein und neue Tipps und Tricks aufsaugen und umsetzen. In dem Zusammenhang schon mal der Hinweis auf die 2. AdWords Days im Juni 2010. Denn dort werden Sie wieder aus erster Hand das Know-how von renommierten AdWords-Profis brühwarm serviert bekommen.

AdWords AGB: Alles Neu macht der Oktober

Robin Heintze 9. Oktober 2009

Gerade beim Einloggen bin ich von Google auf die neuen AGB von AdWords hingewiesen worden. Natürlich mit der Bitte, die zu bestätigen.

Aber was hat sich geändert? Eine kleine Zusammenfassung ohne nennenswerten juristischen Sachverstand, sowie die Links zu den alten und neuen AGB, habe ich hier veröffentlicht:
Neue AdWords AGB Oktober 2009

So gewinnen Sie mit AdWords E-Mail Adressen

Robin Heintze 8. Oktober 2009

Das Thema Adressgenerierung bzw. Leadgenerierung für E-Mail Newsletter über Google Adwords gewinnt zunehmend an bedeutung. Daher habe ich auf dem Blog sem2lead.de, der sich hauptsächlich mit dem Thema beschäftigt, einen Artikel darüber verfasst.
Falls das Thema also für Sie auch wichtig ist, kann ich Ihnen den Artikel “E-Mail Adressgenerierung: So gewinnen Sie neue E-Mail Adressen” ans Herz legen.
Und natürlich auch den gesamten Blog, wenn das Thema Leadgenerierung über AdWords für Sie wichtig ist.

Google experimentiert: Fade-Effekt auf der Startseite

Robin Heintze 6. Oktober 2009

Heute hat Jason Kincaid von TechCrunch über ein Experiment von Google berichtet. In dem folgenden Video zeigt er, wie Google gerade probiert, den Textanteil auf der Startseite zu minimieren. Dabei wird ein Fade-Effekt genutzt, durch den die Text-Elemente erst verzögert erscheinen. Dadurch liegt der Fokus stärker auf dem Suchfenster. Offenbar testet Google das ganze mit mehreren Versionen. In der einen komplett ohne die Button “Google Search” und “I’m Feeling Lucky”, in der anderen wohl auch mit diesen.

Was bedeutet der Test für Sie als AdWords-Anwender? Erst mal nichts. Außer der Erkenntnis die eh schon vorhanden sein sollte: Nichts bleibt bei Google wie es war. Eine stärkere Fokussierung auf die Suche ist generell zu begrüßen. Aber seien Sie auch darauf gefasst, das Google Änderungen machen wird, die sehr wohl folgenden auf Ihr Geschäft haben werden. Es bleibt spannend.

Hier das Video von TechCrunch: