Was genau ist eigentlich dieser Qualitätsfaktor? – Teil 1

Robin Heintze 22. Juli 2009

Kurz gesagt kann man den Qualitätsfaktor als das Bindeglied zwischen Erfolg und Misserfolg einer AdWords-Kampagne beschreiben. Ein hoher Qualitätsfaktor ist zwar alles andere als ein Beleg für eine gute Kampagne, aber ohne einen hohen Qualitätsfaktor werden Sie niemals den maximalen ROI erreichen und somit Google unnötig Geld überweisen. Und da sicherlich keiner von uns dem armen Suchgiganten aus dem Silicon Valley unnötig viel Geld überlassen möchte, widme ich mich in dieser kleinen Serie den wichtigsten Punkten des AdWords Qualitätsfaktors.

Im ersten Schritt geht es um das genaue Verständnis, wie Google des QF (oder QS von quality score) berechnet. Wen das jetzt langweilt, weil er es schon 20 x gehört hat, den bitte ich um etwas Geduld, der nächste Teil der Serie kommt so schnell wie möglich. Für alle anderen sei gesagt, Ihr seid nicht alleine. Werft mal einen Blick z. B. in das Abakus-Forum. Auch hier wird diese Frage immer wieder gestellt und auch regelmäßig falsch beantwortet. Zu den großen Fragen gehört dabei immer, was genau der QF ist, wie er berechnet wird und was alles in seine Berechnung mit einfließt.

Kurze Erklärung: Google nutzt den Qualitätsfaktor zur Beurteilung der Relevanz einer Anzeige und auch der Landingpage. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Zeit, als die Anzeige bei Google oben stand, die am meisten geboten hat? Die Zeiten sind leider/zum Glück vorbei (wie man möchte). Da Google zwar nicht böse sein will, aber dennoch börsennotiert ist (ein Schelm, wer einen Widerspruch darin sieht), optimiert es Anzeigen nach seinem Umsatz. Da das nicht ganz so hübsch klingt und der Ethikkommission von Google sauer aufstößt, wird der Deckmantel des Nutzerurteils verwendet. Somit wird angenommen, das Anzeigen, die für den Nutzer die höchste Relevanz besitzen, auch am häufigsten geklickt werden (wisdom of crowds).

Anzeigen, die eine hohe Klickrate aufweisen, werden also bevorzugt. Eine hohe Klickrate hat erstaunlicherweise natürlich auch mehr Umsatz für Google zur Folge, da ja pro Klick abgerechnet wird. Aber auch weitere Faktoren beeinflussen die Relevanzbeurteilung:

  • Das bisherige Kontoprotokoll des Kontos
  • die bisherige CTR der angezeigten URLs in der Anzeigengruppe
  • die Landingpage (Content, Ladezeit etc.)
  • die Anzeigenrelevanz zum Keyword und der Suchanfrage
  • die regionale Kontoleistung
  • weitere nicht näher beschrieben Faktoren

Die Berechnung des QF für das Content-Netzwerk erfolgt mit ähnlichen Faktoren.

Eine schön visualisierte Erklärung des QFs liefert in diesem Video im Telekoleg-Stil Hal Varian von Google.

Hier zeigt er deutlich, dass der Fokus bei der Verbesserung des Qualitätsfaktors auf der CTR liegen sollte. Eher unterstützend für diese These ist auch folgendes Zitat eines Google Ingenieurs:

“There are over 100 factors that can affect quality score. However, not all will be triggered depending on the conditions involved.” (gefunden bei Jon von den Searchcowboys)

Wir können getrost davon ausgehen, dass abgesehen von den o. g. alle weiteren Faktoren ignoriert werden können.

Schon ein paar Tage alt, aber im Großen und Ganzen noch immer aktuell ist auch dieser Artikel u. a. zur Zusammensetzung des QF von AdWords-Legende Brad Geddes: Google AdWords Quality Score Factors Demystified

Im nächsten Teil der Serie versuche ich Ihnen etwas genauer aufzuzeigen, warum der Qualitätsfaktor so wichtig für Ihre Kampagnen ist.

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Eine Reaktion zu “Was genau ist eigentlich dieser Qualitätsfaktor? – Teil 1”

  1. Konstantinam 16. August 2009 um 11:27 Uhr

    Besten Dank für den guten Beitrag. Das Video ist auch sehr informativ und anschaulich.

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