Monatsarchiv für Juli 2009

3 Must-Haves für Google AdWords-Fans

Sascha Klapetz 31. Juli 2009

Sie denken die Umsätze von Google stammen nur aus Google AdWords? Da liegen Sie falsch! Und vermutlich kennen Sie noch nicht mal die vielleicht wichtigste Webseite aus dem Hause Google: der Google Store. Damit versucht Google dem AdWords-Fan noch mal richtig das Geld aus der Tasche zu ziehen.

google-store

Hier meineTop 3 aus dem Google Store:

Google Kinderrucksack

Der junge Suchmaschinenmarketing-Verantwortliche trägt damit seine Google AdWords-Bücher in den Kindergarten. Vom späteren Gebrauch im Geschäftsleben, z.B. bei Meetings, ist aber von der Verwendung des Google Kinderrucksacks abzusehen.

Google LED Pin

Damit ist man auf jeder Networking-Veranstaltung der Star und kommt sofort ins Gespräch. Bei der Partnersuche in Diskotheken könnte er allerdings ein wenig hinderlich sein. Macht sich aber auf jeden Fall gut in Kombination mit einem “Linux”-T-Shirt.

Google Jo-Jo

Eignet sich hervorragend zur Simulation der eigenen Google AdWords-Kampagne (es geht rauf und runter, rauf und runter). Zudem kann man ihn Kollegen mehrmals an den Kopf knallen (”Don’t do this at work!”). Kommt in 4 schicken Farben daher.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

MicroHoo Vs. Google

Sascha Klapetz 29. Juli 2009

Wer heute mal über den großen Teich geschaut hat, kann an der folgenden Nachricht gar nicht vorbei gekommen sein: Microsoft und Yahoo verbünden sich gegen Google. Yahoo gibt seine Such-Sparte auf und bindet Microsoft respektive Bing als Suchmaschine in die eigenen Web-Angebote ein. Dafür darf Yahoo zukünftig die Anzeigen für die neue Microsoft-Suche vermarkten. Als Plattform für Self-Serving-Ads wird Microsofts AdCenter zum Einsatz kommen. Damit ist das Microsoft AdCenter definitiv der nächstgrößere Wettbewerber nach Google AdSense im Markt für PPC (Pay-Per-Click).

Was bedeutet das für Sie? Erst mal gar nichts, wenn Sie nur im deutschen Suchmaschinenmarkt unterwegs sind. Sind Ihre Kampagnen allerdings international insbesondere auf die USA ausgelegt, kann für Sie ein zukünftiger Blick auf das AdCenter lohnen. Denn in den USA kommt die neue Allianz gegen Google auf ca. 30 % Marktanteil im Suchmaschinenmarkt. Auch wenn selbst hier Google mit ca. 65 % Marktanteil weiterhin dominiert, sollte man die 30 % mehr Potenzial nicht verschenken.

Ob MicroHoo, die Allianz von Microsoft und Yahoo im Suchmaschinenmarkt, eine wirkliche Konkurrenz zu Google ist, bleibt abzuwarten. Jedenfalls besteht die Hoffnung, dass etwas Bewegung in den monopolistischen Suchmaschinenmarkt kommt! Zumindest in den USA. In Deutschland wird mittelfristig Google der unangefochtene Marktführer bleiben.

Was genau ist eigentlich dieser Qualitätsfaktor? - Teil 2: Wofür brauche ich einen guten Qualitätsfaktor

Robin Heintze 27. Juli 2009

Im ersten Teil habe ich versucht, die Zusammensetzung und den Sinn des Qualitätsfaktor im Google AdWords Account zu erläutern. Warum man als Anwender aber den Qualitätsfaktor ernst nehmen sollte und wie sich dadurch bares Geld sparen lässt, beschreibe ich in diesem Post.

Ein guter Qualitätsfaktor ermöglicht es, dass meine Anzeigen weiter oben angezeigt werden, ohne dass ich mehr bezahlen muss, als meine Mitbewerber, bzw. ich bei einer Verbesserung des QF die gleiche Anzeigenposition habe, dafür aber weniger bezahle. Bei gleicher Conversionrate und Conversion-Anzahl können so die Kosten je Conversion erheblich gesenkt werden.

Banales Rechenexempel, das jeden Marketing-Verantwortlichen in Extase bringt:

Qualitätsfaktor: 7 von 10
CPC aktuell: 10 Cent
Anzahl Clicks pro Monat: 500.000
Kosten pro Monat: 50.000 Euro
Conversionrate: 1%
Anzahl Conversions: 5.000
Preis pro Conversion: 10 Euro

Qualitätsfaktor: 10 von 10
CPC neu: 8 Cent
Anzahl Clicks pro Monat: 500.000
Kosten pro Monat: 40.000 Euro
Conversionrate: 1%
Anzahl Conversions: 5.000
Preis pro Conversion: 8 Euro

= Monatliche Ersparnis: 10.000 Euro, bzw. 20% bei gleichem Umsatz

Neben der direkten Ersparnis durch geringe Klickpreise ist auch langfristig eine Verbesserung des QF wichtig. Denn Google beurteilt nicht nur den Qualitätsfaktor auf Keyword-Ebene, sondern auch die der Anzeigengruppe, Kampagne und des gesamten Accounts. Finden sich in einer Anzeigengruppe viele Keywords mit schlechtem QF, wird diese Gruppe in ihrer Wertigkeit abgestuft, worunter auch der Qualitätsfaktor von andern Keywords leiden kann. Daher sollten Sie Ihr Augenmerk auch darauf richten, dass alle Keywords innerhalb einer Anzeigengruppe einen guten Qualitätsfaktor haben. Denn nur so holen Sie den optimalen ROI aus Ihrer Kampagne.

Welche Maßnahmen am schnellsten und zuverlässigsten zur Verbesserung des QF beitragen, folgt im nächsten Teil der Serie.

NEU: Ergreifen Sie jetzt Ihre (AdWords-) Chance!

Sascha Klapetz 23. Juli 2009

Vorab: Der sogenannte Opportunities -Tab, worum es in diesem Artikel geht, ist eine Erweiterung der AdWords-Benutzeroberfläche, die womöglich derzeit noch nicht allen AdWords-Nutzern zur Verfügung steht.

Mit dem Opportunities-Tab, in der deutschen Version wird er sicherlich mit „Chancen” bezeichnet sein, wird der Tools-Tab abgelöst. Aber keine Angst, alle bisherigen Tools finden sich auch weiterhin unter der neuen Bezeichnung. Allerdings kommen noch einige Möglichkeiten hinzu, die in den kommenden Monaten auch noch sukzessive erweitert werden sollen.

So erhält man derzeit nützliche Ideen zu Keywords und Budgets. Wie das folgende Bild zeigt, gibt es eine Art Potenzial-Meter, der einem anzeigt, wie viele Klicks man mit den richtigen Einstellungen noch aus einer Kampagne herausholen kann. Hört sich spannend an, oder finden Sie nicht?!

nit_opportunities_tab

Jetzt können Sie mit Google sogar den Mond durchsuchen

Sascha Klapetz 23. Juli 2009

Wie Barry Schwartz berichtet kann man ab sofort mit Google Earth auch auf dem Mond landen. Und das völlig ohne Austronautenausbildung - die würden nämlich die meisten von uns eh nicht bestehen. Ich zitiere: „Die Test beinhalten unter anderem den Zentrifugentest, rotierende Stühle, Druckkammern und Flüge im sogenannten “Kotzbomber” (…)”. Nein, danke. Da lob ich mir doch die neue Erweiterung für Google Earth.

Unter anderem haben Sie mit der Google Earth-Komponente Moon die Möglichkeit, sich von Apollo-Astronauten die original Landeplätze zeigen zu lassen, sowie auf seltene TV-Aufnahmen zuzugreifen.

Was genau ist eigentlich dieser Qualitätsfaktor? – Teil 1

Robin Heintze 22. Juli 2009

Kurz gesagt kann man den Qualitätsfaktor als das Bindeglied zwischen Erfolg und Misserfolg einer AdWords-Kampagne beschreiben. Ein hoher Qualitätsfaktor ist zwar alles andere als ein Beleg für eine gute Kampagne, aber ohne einen hohen Qualitätsfaktor werden Sie niemals den maximalen ROI erreichen und somit Google unnötig Geld überweisen. Und da sicherlich keiner von uns dem armen Suchgiganten aus dem Silicon Valley unnötig viel Geld überlassen möchte, widme ich mich in dieser kleinen Serie den wichtigsten Punkten des AdWords Qualitätsfaktors.

Im ersten Schritt geht es um das genaue Verständnis, wie Google des QF (oder QS von quality score) berechnet. Wen das jetzt langweilt, weil er es schon 20 x gehört hat, den bitte ich um etwas Geduld, der nächste Teil der Serie kommt so schnell wie möglich. Für alle anderen sei gesagt, Ihr seid nicht alleine. Werft mal einen Blick z. B. in das Abakus-Forum. Auch hier wird diese Frage immer wieder gestellt und auch regelmäßig falsch beantwortet. Zu den großen Fragen gehört dabei immer, was genau der QF ist, wie er berechnet wird und was alles in seine Berechnung mit einfließt.

Kurze Erklärung: Google nutzt den Qualitätsfaktor zur Beurteilung der Relevanz einer Anzeige und auch der Landingpage. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Zeit, als die Anzeige bei Google oben stand, die am meisten geboten hat? Die Zeiten sind leider/zum Glück vorbei (wie man möchte). Da Google zwar nicht böse sein will, aber dennoch börsennotiert ist (ein Schelm, wer einen Widerspruch darin sieht), optimiert es Anzeigen nach seinem Umsatz. Da das nicht ganz so hübsch klingt und der Ethikkommission von Google sauer aufstößt, wird der Deckmantel des Nutzerurteils verwendet. Somit wird angenommen, das Anzeigen, die für den Nutzer die höchste Relevanz besitzen, auch am häufigsten geklickt werden (wisdom of crowds).

Anzeigen, die eine hohe Klickrate aufweisen, werden also bevorzugt. Eine hohe Klickrate hat erstaunlicherweise natürlich auch mehr Umsatz für Google zur Folge, da ja pro Klick abgerechnet wird. Aber auch weitere Faktoren beeinflussen die Relevanzbeurteilung:

  • Das bisherige Kontoprotokoll des Kontos
  • die bisherige CTR der angezeigten URLs in der Anzeigengruppe
  • die Landingpage (Content, Ladezeit etc.)
  • die Anzeigenrelevanz zum Keyword und der Suchanfrage
  • die regionale Kontoleistung
  • weitere nicht näher beschrieben Faktoren

Die Berechnung des QF für das Content-Netzwerk erfolgt mit ähnlichen Faktoren.

Eine schön visualisierte Erklärung des QFs liefert in diesem Video im Telekoleg-Stil Hal Varian von Google.

Hier zeigt er deutlich, dass der Fokus bei der Verbesserung des Qualitätsfaktors auf der CTR liegen sollte. Eher unterstützend für diese These ist auch folgendes Zitat eines Google Ingenieurs:

“There are over 100 factors that can affect quality score. However, not all will be triggered depending on the conditions involved.” (gefunden bei Jon von den Searchcowboys)

Wir können getrost davon ausgehen, dass abgesehen von den o. g. alle weiteren Faktoren ignoriert werden können.

Schon ein paar Tage alt, aber im Großen und Ganzen noch immer aktuell ist auch dieser Artikel u. a. zur Zusammensetzung des QF von AdWords-Legende Brad Geddes: Google AdWords Quality Score Factors Demystified

Im nächsten Teil der Serie versuche ich Ihnen etwas genauer aufzuzeigen, warum der Qualitätsfaktor so wichtig für Ihre Kampagnen ist.

Mehr Reichweite mit Image- und Display-Anzeigen

Sascha Klapetz 22. Juli 2009

Google teilt in seinem AdSense-Blog mit, das Image- und Display-Anzeigen auch in den Seiten zu den Link-Blöcken angezeigt werden. Damit sollte sich die mögliche Gesamtreichweite von Image- und Display-Anzeigen erhöhen.

display-anzeigen

AdSense ist ein Programm für Webseiten-Betreiber, die AdWords-Anzeigen in Ihre Webseite einbinden wollen, um damit Ihre Webseite zu refinanzieren. Link-Blöcke sind ein spezielles Werbeformat, bei dem auf der Webseite nur ein paar Links dargestellt werden. Klickt der User darauf, kommt dieser zuerst auf eine Suchergebnisseite, welche ausschließlich aus AdWords-Anzeigen besteht. Darauf waren bisher nur Textanzeigen zu finden. Jetzt werden auch Image- und Display-Anzeigen eingebunden, sofern zu dem Keyword welche vorhanden sind.

In Ihrem AdWords-Account finden Sie die Möglichkeit Ihre Anzeigen über AdSense auszuliefern unter dem Namen Content-Werbenetzwerk wieder. Im Gegensatz zur Google-Suche können Sie hier auch Image-Anzeigen schalten oder mithilfe eines Tools Display-Anzeigen erstellen.

Mit der zusätzlichen Anzeigemöglichkeit der Image- und Display-Anzeigen sind diese für Sie als Werbetreibender ein wenig attraktiver geworden.

Google auf Twitter, eine kleine Ergänzung

Robin Heintze 21. Juli 2009

Sascha hat ja bereits die offiziellen Twitter-Accounts von Google vorgestellt. Aber nicht nur was Google offiziell rausgibt ist ja spannend, sondern auch der Output einzelner Mitarbeiter und auch was die Konkurrenz zu sagen hat.

Eine hervorragende und regelmäßig aktualisierte Übersicht vieler Twitter-Accounts von den Größen der Suchmaschinen-Szene hat das Urgestein Danny Sullivan unter folgendem Link zusammengestellt:

The Big List Of Search Engines & Their Employees On Twitter

In dieser illustren Runde finden sich z. B.  Matt Cutts (dieses Katzenbild…), Danny Sullivan selber, oder auch Gabe Rivera von Techmeme.

Kostenloses AdWords-Tool: AdWords Wrapper

Sascha Klapetz 15. Juli 2009

Der AdWords Wrapper ist ein sehr einfaches aber nützliches Tool, wenn Sie Keyword-Optionen in Ihren AdWords-Kampagnen verwenden. Und das sollten Sie!

Sie kopieren einfach Ihre Keywords in den AdWords Wrapper und wählen dann aus, ob alle Keywords in Kleinschreibung umgewandelt werden sollen. Zudem können Sie auf Keyword-Ebene festgelegte Gebote und URLs entfernen lassen.

Mit einem Klick auf „Wrap AdWords” erhalten Sie auf Knopfdruck alle möglichen Kombination von Keyword-Optionen Ihrer zuvor eingegebenen Keywords. Das spart Ihnen eine Menge Zeit im Gegensatz zur manuellen Bearbeitung Ihrer Keywords!

adwords-wrapper

Sowas kann man zwar auch mit Excel realisieren, aber wer diesen einmaligen Aufwand nicht betreiben will, dem sei der AdWords Wrapper nahe gelegt. Zumal das

Tool vollkommen kostenlos ist.

AdWords Wrapper

So verwalten Sie Ihre Kampagnen leichter

Sascha Klapetz 15. Juli 2009

Der AdWords Editor ist ein Desktop-Programm, mit dem Sie Ihre Google AdWords-Kampagnen leichter bearbeiten können. Es wird kostenlos von Google bereitgestellt, und ist für Windows (2000, XP, Vista) und Mac OS X (ab 10.4) verfügbar.

Die Vorteile des AdWords Editors sind:

  • Sie können Änderungen offline, ohne bestehende Verbindung zum Internet, durchführen und anschließend hochladen.
  • Das gleichzeitige Aktualisieren von Geboten oder Hinzufügen von Keywords in mehreren Kampagnen oder Anzeigengruppen ist ein Kinderspiel.
  • Objekte lassen sich kopieren und verschieben. So können Sie ganz schnell eine neue Kampagne aufsetzen, indem Sie eine bestehende kopieren. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie die Google-Suche/Such-Werbenetzwerk und das Content-Werbenetzwerk in 2 verschiedene Kampagnen aufteilen - was Sie unbedingt tun sollten!
  • Die Navigation durch Ihr Google AdWords-Konto geht leichter von der Hand als in der alten Online-Benutzeroberfläche.

Natürlich ist es Geschmackssache, ob man lieber mit dem AdWords Editor oder der neuen oder alten Online-Benutzeroberfläche arbeitet. Seine Stärken spielt jedoch der AdWords Editor beim Kopieren von Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords und Anzeigen aus. Die Online-Benutzeroberfläche bietet aber weiterhin mehr Auswertungsfunktionen.

Hier können Sie den AdWords Editor herunterladen:

http://www.google.com/intl/de/adwordseditor/

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